Kategorie Innovation & Technologie - 26. Januar 2016

Neue Stiftungsprofessur für Energie und Ressourcen


APA/APA (dpa)

Das Land Steiermark hat eine Professur für Energie- und Ressourceninnovationen an der Universität Graz gestiftet. Sie wurde mit dem gebürtigen Grazer Tobias Stern, der zuvor über zehn Jahre am Kompetenzzentrum Holz in Wien eine Arbeitsgruppe geleitet hat, besetzt. Wie die Uni Graz mitteilte, wird der Wien-Heimkehrer auch an der FH Joanneum unterrichten.

Der 37-Jährige kehrt nach 20 Jahren in die Steiermark zurück. Zuvor hat er an der Universität für Bodenkultur studiert und war Forschungsgruppenleiter am „Wood K plus“-Zentrum in Wien. Neben seiner Tätigkeit an der Uni Graz wird er an der FH Joanneum am Institut für Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement unterrichten. Für die ersten drei Jahre übernimmt das Land die Finanzierung der Professur, die am Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsmanagement angesiedelt wurde. Zwei weitere Jahre wurden durch Mittel der Universität gesichert. „Die Professur ist aufgrund der brisanten gesellschaftlichen Thematik für den gesamten Standort von hohem wirtschaftlichen Interesse“, betonte Christa Neuper, Rektorin der Uni Graz.

Zusammenhänge schaffen, Innovationen entwickeln

Die Forschungsarbeit im Rahmen der Professur habe zur Aufgabe, umfassendes Wissen über die Zusammenhänge von Energie- und Ressourcenwirtschaft zu generieren. Darauf aufbauend sollen Innovationen zur nachhaltigen Gestaltung der Energie- und Stoffströme in Organisationen, Netzwerken und Branchen entwickelt und die erforderlichen Konzepte, Methoden und Instrumente bereitgestellt werden, erläuterte Wissenschaftslandesrat Christopher Drexler (ÖVP). Besonderes Augenmerk will Stern nach eigenen Angaben auf das Konzept der Bio-Raffinerie legen und der Frage nachgehen, welche Rohstoffe und Technologien für welche Region und welche Anlage geeignet sind.