Kategorie Energie - 29. April 2021

Umweltförderung im Inland: Wärmerückgewinnung für Osterhase, Krampus & Co.

Sie haben mehrmals im Jahr Hochsaison: Hohlfiguren aus Schokolade. In der Herstellung von Nikolaus, Krampus, Osterhase und Co. hat sich die Franz Hauswirth GmbH spezialisiert. 1949 in Wien gegründet, ist der Schokoladenproduzent im Laufe der Jahrzehnte unter der Führung dreier Generationen zu einem großen industriellen Betrieb mit über 90 Beschäftigten avanciert.

 

Das Geheimnis des Erfolgs der Hauswirths liegt in der Nische. Mit dem Hauptgeschäft der Schoko-Hohl­figuren wurde das Unternehmen zum derzeit größten österreichischen Hersteller von gegossenen Schokoprodukten. Auch in Sachen Klimaschutz soll im Unternehmen die Schokoladenseite gefunden werden. Darum plant die Franz Hauswirth GmbH am Standort in Kittsee im Burgenland mit Hilfer Umweltförderung des Klimaschutzministeriums (BMK) die Installation einer Wärmerückgewinnung an der 2019 errichteten Kakaoröstanlage. Diese dient zur eigenen Herstellung von Kakaomasse und Kakaobutter aus Rohbohnen, statt diese Produkte (Masse und Butter) am Markt zuzukaufen.

 

Mittels Glattrohrwärmetauscher mit zwei Registern soll die rückgewinnbare Wärme aus der bis zu 350°C heißen Rösterabluft für Warmwasser, Heizzwecke und weitere Prozessschritte – wie das Vorheizen von Zerkleinerungsmaschinen (Brecher und Mühlen) und das Beheizen von Tanks und Leitungen zur Herstellung von Kakaomasse und Kakaobutter – genutzt werden.

Derzeit erfolgt die Wärmeversorgung durch eine Gastherme. Mit der angeführten Maßnahme kann der Bezug von Erdgas und die damit in Verbindung stehenden CO2-Emissionen um mehr als 24 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Rund 40.000 Euro investierte die Franz Hauswirth GmbH in die Realisierung dieses klimafreundlichen Projektes. Davon wurden über 12.000 Euro durch Förderungen aus der „Umweltförderung im Inland“ bereitgestellt.

Die Umweltförderung im Inland (UFI) ist das zentrale Förderinstrument des Bundes für Investitionen im Klima- und Umweltschutz. Die Förderangebote umfassen Investitionen insbesondere in den Bereichen erneuerbare Wärme, Energieeffizienz sowie klima¬schonende Mobilität. Seit 1993 ist die UFI ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft zum Einsatz von klima- und ressourcenschonender Technologien, allein im Jahr 2020 wurden mehr als 19.800 Projekte mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro gefördert. Grundlage der Umweltförderung im Inland ist das Umweltförderungsgesetz (UFG) sowie die Förderrichtlinien 2015 für die UFI in der Fassung von 2020. Durch sie werden weitere wichtige Maßnahmen zur Erreichung der österreichischen Klimaziele angeregt. So gab es im Vorjahr im Rahmen des „Sanierungsschecks Private“ über 10.700 geförderte thermische Gebäudesanierungen, bzw. wurden in über 6.600 Fällen mittels „Raus aus dem Öl“ Förderungen für den Heizkesseltausch zur Umstellung auf nachhaltige Heizsysteme bereitgestellt. Für die Förderungsabwicklung ist die Kommunalkredit Public Consulting im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) zuständig.


Weitere Infos zur Umweltförderung finden Sie hier: https://www.umweltfoerderung.at