Kategorie Klima- & Umweltschutz - 21. Juli 2020

40 Millionen Euro für Österreichs Radverkehr

Wer kurze Wege oft mit dem Fahrrad zurücklegt, lebt gesünder, kommt schneller ans Ziel und schont dabei nicht nur die Geldbörse, sondern auch die Umwelt. Darum investiert das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Jahr 2020 bis zu 40 Millionen Euro in den Radverkehr und klimafreundliches Mobilitätsmanagement. Eine breit angelegte Fahrradoffensive setzt gezielte Impulse für eine klimaschonende und krisenfeste Mobilitätszukunft.

Neuer Schwerpunkt

Um attraktive Angebote für Radpendlerinnen und Radpendler in und rund um Österreichs Stadtregionen zu schaffen, wurde ein neuer Förderschwerpunkt ins Leben gerufen: Zusätzliche Investitionen in sogenannte Radschnellverbindungen – längere Routen, die wichtige Quell- und Zielbereiche vernetzen – sollen die Radinfrastruktur nachhaltig ausbauen und verbessern. Die Errichtung solcher Verbindungen durch Gebietskörperschaften wird mit einem höheren Fördersatz von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt.

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Höheres Budget

Darüber hinaus schafft ein breites Bündel an Maßnahmen radfahrfreundlichere Rahmenbedingungen in ganz Österreich. Die finanziellen Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr fast zehnmal so hoch und ein klares Bekenntnis zum Radverkehr. „Der Bau von Radwegen macht gerade jetzt doppelt Sinn: Mit dem Rad kommt man sicher und gesund von A nach B. Und jeder Euro, der in einen Radweg investiert wird, fließt in die lokale Wirtschaft. Mit der Fahrradförderung schaffen wir in Österreich 18.000 sichere Arbeitsplätze“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Attraktive Anreize

Seit Anfang Juli können Bundesländer, Gemeinden, Betriebe und Vereine sowie Privatpersonen von der E-Mobilitätsförderung 2020 profitieren und günstiger denn je auf klimaschonende Mobilität umsteigen. Gemeinsam mit dem österreichischen Sportfachhandel unterstützt das Klimaschutzministerium die Anschaffung von E-Bikes und Transporträdern.

Die Förderung für Jobräder – betriebliche Elektro-Fahrräder für den Arbeitsweg – wurde deutlich erhöht. Anstatt wie bisher mit 200 Euro, werden Elektrofahrräder im Rahmen der E-Mobilitätsförderung 2020 nun mit 350 Euro pro Fahrrad gefördert, vorausgesetzt es werden mindestens fünf Stück angeschafft. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine – als attraktiver Anreiz für nachhaltige Investitionen. Damit die hochwertigen Elektrofahrräder und Transporträder trocken und sicher abgestellt werden können, steht zudem eine neue Förderpauschale zur „Nachrüstung Fahrradparken“ bereit.

Für Familien besonders interessant: E-Transporträder oder Transporträder werden statt mit den bisherigen 400 Euro sogar mit 850 Euro pro Rad gefördert. Diese Förderung richtet sich neben Betrieben und Gemeinden auch an Privatpersonen.

Einsparungen einfach ausrechnen

Legen mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurück, verringert dies in der Regel die Kosten für Krankenstände. Mit dem „Radrechner“ steht Betrieben ein Tool zur Verfügung, welches den längerfristigen wirtschaftlichen Nutzen durch eine oder mehrere Radinfrastrukturmaßnahmen aufzeigt. Abhängig von der Anzahl der potenziellen Umsteigerinnen und Umsteiger ergibt sich eine Kosteneinsparung pro Jahr im Durchschnitt von rund 300 Euro für Klein-Unternehmen bis rund 9.000 Euro für Groß-Unternehmen.

Jetzt einreichen! Einreichungen im klimaaktiv mobil Förderprogramm sind seit Juli unter umweltfoerderung.at möglich. Eine detaillierte Übersicht bietet der Leitfaden zum AktionsprogrammZur Projektentwicklung bietet das BMK eine kostenlose Förderberatung im Rahmen des klimaaktiv mobil Programms unter klimaaktivmobil.at an.