Kategorie Klima- & Umweltschutz - 7. August 2020

Antragsflut im Juli für erhöhte E-Mobilitätsförderung

Rekordnachfrage bei E-Autos – erhöhte Bundesförderung für E-Fahrzeuge wurde im Juli fast 2.000 Mal beantragt

Die deutliche Erhöhung der Förderung für E-Mobilität hat im Juli österreichweit zu einer Rekordnachfrage geführt: 1.925 Mal wurde eine Reservierung für eine Prämie eines E-Fahrzeugs beantragt, so häufig wie in keinem anderen Monat seit Beginn des aktuellen E-Mobilitätspakets Anfang 2019. Die erhöhten Fördersätze gelten seit 1. Juli und stehen noch bis 31. Dezember 2020 respektive solange Budget verfügbar ist zur Verfügung. In den Vormonaten – also von Jänner bis Juni – habe es insgesamt 5.498 Registrierungen gegeben, also durchschnittlich etwas mehr als 900 pro Monat.

Abnehmende eines E-Pkw erhalten seit 1. Juli 2020 insgesamt 5.000 Euro Förderung, statt bisher 3.000 Euro – dank der Zusammenarbeit von Klimaschutzministerium und den Automobilimporteuren. Bei der Ladeinfrastruktur hat das Klimaschutzministerium die Förderung verdreifacht. So können sich Käuferinnnen und Käufer einer Heimladestation insgesamt 600 Euro abholen (statt bisher 200 Euro), für Ladestationen in Mehrparteienhäusern sogar 1.800 Euro.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Der Verkehr ist unser Sorgenkind im Klimaschutz, immer noch steigen im Verkehr die Treibhausgasemissionen an und schaden unserem Klima. Wir fördern daher den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, etwa durch den Ausbau der Infrastruktur und der Verbindungen sowie durch die Einführung des leistbaren und bequemen 1-2-3 Tickets. Gleichzeitig ist aber klar, dass das Auto für viele ein fixer Bestandteil in ihrer Mobilität bleiben wird – hier geht es um einen Umstieg auf E-Mobilität. Denn jedes Auto, das ich heute mit Elektroantrieb kaufe, fährt ab sofort CO2-frei. Mit der erhöhten Förderung für E-Mobilität gelingt es uns sehr gut, den Umstieg weiter voranzutreiben.“

Anhaltend hoher Trend zur E-Mobilität

Einreichungen seit Beginn der neuen Förderungen im Detail: Von den 1.925 Einreichungen für E-Mobilitäts-Förderungen allein im Juli 2020 gehen 1.176 auf Privatpersonen, 749 auf Betriebe zurück. Darunter sind 1.229 E-Autos und 260 E-Motorräder und -Mopeds, die seit 1. Juli mit 1.200 Euro bzw. 800 Euro auch deutlich höher gefördert werden.

Die meisten Einreichungen kommen aus Niederösterreich (296), gefolgt von Oberösterreich (221) und der Steiermark (167).

Der Juli 2020 ist, dank der gesteigerten Fördersummen, der bisher stärkste Monat an Einreichungen seit Beginn des E-Mobilitätspakets 2019 – mit bisher insgesamt 14.207 Einreichungen.

Alle Informationen zur E-Mobilitätsförderung sowie die Antragsformulare gibt es online unter https://www.umweltfoerderung.at/

Laut einer Analyse des Beratungsunternehmens Deloitte dürfte der Trend zur Elektromobilität auch in den kommenden Jahren weiter voranschreiten. So sei laut den Analysten in zehn Jahren weltweit jeder dritte verkaufte Neuwagen mit elektrischem Antrieb ausgestattet. Damit würde die Zahl der innerhalb eines Jahres verkauften Elektrofahrzeuge bis 2030 voraussichtlich auf 31,1 Millionen anwachsen.

„Vor allem vollelektrische Modelle sind stark im Kommen und werden bis dahin 81 Prozent der neu verkauften Elektrofahrzeuge ausmachen,“ so Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich. Treibende Faktoren seien vor allem ein höheres Angebot und bessere Rahmenbedingungen, aber auch ein wachsender Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos.

SERVICE: Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen rund um das Thema Elektromobilität fasst auch das Monitoring der AustriaTech für 2019 zusammen. Das monatlich erscheinende Zahlen, Daten & Fakten-Blatt bietet einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen in der Elektromobilität: aktuelle Zahlen zu bestehenden und neuzugelassenen Fahrzeugen aller Art sowie eine Übersicht aller Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Österreich. Die Factsheets sind auch in englisch verfügbar!

INFObox: AustriaTech ist eine 100% Tochter des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Sie unterstützt bei der Transformation hin zu einem ökologischen, effizienten und modernen Verkehrssystem, von neuen Services über digitale Infrastruktur bis hin zu automatisierter Mobilität. Im Bereich Elektromobilität unterhält sie ein laufendes Monitoring und die jährlich erscheinenden Highlights der Elektromobilität sowie die Mitarbeit in verschiedenen Fachgremien und die Unterstützung des Ministeriums bei laufenden Aktivitäten wie Förderungen, Forschungsprogrammen, Leitfäden.

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